Schon seit Jahren ist das Thema Coaching in aller Munde und sehr präsent in vielen Medien. Der Markt wächst weiterhin rasant und wird dadurch immer unübersichtlicher. Geichzeitig macht es auf viele auch einen etwas zwielichtigen Eindruck oder hat einen eindeutig unseriösen Touch.

Auf vielen Hochglanzbildern, gerade bei Insta & Co sieht man „Coaches“, die sich in Luxuskulissen vor Limousinen ablichten lassen. Das wirkt alles vielfach unecht und bei den meisten von uns springt da direkt die innere Alarmanlage an und es hinterlässt ein etwas schales Gefühl im Bauch. Coaching und Influencer scheinen nahtlos ineinander übergehende Berufe zu sein? Schwarze Schafe fallen natürlich viel eher auf und negative Dinge bleiben leider in unserem Gehirn leichter haften. 

Nichtsdestotrotz sind über 90% der Coaches wirklich gute, gewissenhafte und fachlich wie menschlich grossartige Vertreter ihres Standes! Das sollte auch mal deutlich erwähnt werden. 

Vielleicht hast du auch schon mal nebenbei gesagt bekommen:
„Mach doch mal ein Coaching.“
Und vielleicht dachtest du insgeheim: Was heißt das eigentlich genau? Könnte das wirklich sinnvoll sein oder ist das wieder nur so ein Trend, der bald wieder vorüber geht? Puh, ich weiß nicht….

Ich möchte dir hier einen ruhigen Überblick geben. Ohne klassisches Marketing-Geblubber. Und ohne falsche Versprechen.

Und vielleicht hilft dir meine kleine persönliche Einordnung dazu: 

Als ich selbst das erste Mal Coaching für mich genutzt habe, war das eigentlich aus reiner Neugierde und ich war vor allem eins: sehr unklar in meinen Vorstellungen. Das liegt jetzt über 13 Jahre zurück.

Unbewusst war da schon der Wunsch nach Veränderung und auch das instinktive Wissen um den Stellenwert, den es für mich bekommen würde – aber ich wusste nicht, wo ich anfangen soll, ohne mich weiter zu verzetteln. Auch konnte ich mich gar nicht gut spüren, einschätzen und war mir vieler Dingen gar nicht bewusst, die ich heute rückblickend natürlich viel besser einordnen kann. Aber für mich war es der Start in eine ganze Reihe lebensverändernder Dinge und Entwicklungen, die ich heute nicht mehr missen möchte. Und die immer noch andauern und weitergehen.

Was mir damals sofort so gutgetan hat, war dieser Blick von außen: jemand, der mich auf Augenhöhe behandelt, ernst nimmt, der ruhig sortiert, spiegelt und Struktur in das bringt, was in meinem Kopf schon lange kreiste. Nicht, um mir Entscheidungen abzunehmen – sondern um mir zu helfen, wieder klarer zu sehen.

Genau so verstehe ich Coaching bis heute.

Was Coaching ist – und was nicht

Damit du ein Gefühl bekommst, worum es wirklich geht, fange ich ganz vorne an:

Coaching ist kein Wunderwerkzeug. Und es ist auch keine Therapie!

Coaching kann dich dabei unterstützen, Klarheit zu gewinnen: über deine Situation, über Muster, über Entscheidungen, über das, was dir wirklich wichtig ist. Es kann dir neue Impulse geben, Erkenntnisse über dich selbst und viele Situationen, die du erlebt hast. Es kann dich Stück für Stück daran erinnern, was auch für dich alles möglich ist.

Aber: Die Veränderung passiert nicht „durch“ den Coach. Sie passiert durch DICH.
Ein guter Coach stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit, hält den Raum, hilft beim Sortieren, spiegelt, strukturiert – und begleitet dich dabei, wieder bei dir selbst anzukommen.

Coaching heißt nicht: dass jemand dir sagt, was du tun sollst. Und Coaching heißt auch nicht, dass du in zwei Sitzungen für immer „durch“ bist mit einem Thema.

Denn viele Dinge sind eher ein Prozess. Und so ist auch die Zusammenarbeit mit einem Coach ein Prozess. Gewisse Themen lassen sich nicht über Nacht einfach ausschalten und sind dann für immer Geschichte. 

Somit geht auch für dich die Auseinandersetzung damit und die Übung neuer Gewohnheiten danach weiter.

Warum der Markt so unübersichtlich ist

Und vielleicht hast du beim Lesen bis hierher schon gemerkt: Coaching kann sehr hilfreich sein – aber eben nicht in jeder Form. Und nicht pauschal für jeden Menschen zu jederzeit.

Ein Punkt, der vielen nicht bewusst ist:
Der Begriff „Coach“ ist in Deutschland nicht geschützt. Das heißt: Rein rechtlich kann sich grundsätzlich jede Person „Coach“ nennen – unabhängig von Ausbildung oder Erfahrung. Rein theoretisch kannst du dir am Wochenende einige Ratgeber-Bücher reinziehen und ab dem Montag drauf deinen „neuen Beruf“ als Coach ausüben. 

Ich glaube kaum, das es Menschen gibt, die das tatsächlich so extrem handhaben aber gerade deswegen ist es ja so wichtig, genau hinzuschauen:

Wer ist diese Person vor dir?
Wie arbeitet diese Person?
Wie spricht sie?
Was verspricht sie?
Und fühlt sich das für dich seriös an?

Woran du einen seriösen Coach erkennst

Da der Markt unübersichtlich ist, hilft ein klarer Blick auf ein paar einfache Kriterien:

Hier sind Punkte, die ich persönlich wichtig finde – und die dir Orientierung geben können:

1) Ausbildung & Haltung

Eine fundierte Ausbildung ersetzt natürlich nicht das Menschsein aber sie schafft ein professionelles Fundament.
Mindestens genauso wichtig ist die Haltung: Arbeitet jemand auf Augenhöhe? Und, definitiv ein nicht zu unterschätzender Punkt: Hast du das Gefühl, bei diesem Menschen gut aufgehoben zu sein und wirkt sie/er für dich wirklich vertrauensvoll? Da es sich um eine sehr persönliche Arbeit handelt, sollte das wirklich passen. Dazu später noch einige Ergänzungen.

2) Keine leeren Versprechen

Wenn dir jemand garantiert:
„In zwei Sitzungen ist Thema  XY für immer vom Tisch“, dann wäre ich vorsichtig.

Gute Begleitung ist wirksam – aber sie ist keine Fließbandlösung.
Sie erfordert auch deine Bereitschaft zum Mitmachen und Menschen sind keine Programme. Jeder geht in seinem Tempo individuell durch bestimmte Themen. Der eine schneller, der andere braucht mehr Zeit. Ich kann niemals zu 100% in kürzester Zeit ein ganz konkretes Ergebnis garantieren.

3) Kein Druck, keine schnellen Abschlüsse

Wenn du gedrängt wirst: „Jetzt sofort buchen, sonst verpasst du es“ oder „Morgen ist es wieder teurer“  dann ist das für mich ein Warnsignal.
Denn Vertrauen braucht Raum.
Und eine gute Zusammenarbeit braucht das Gefühl: Ich darf in Ruhe entscheiden. Hör da also einfach auf deinen Bauch.

4) „Ein gutes Gefühl“ haben ist kein Luxus – sondern Grundlage

Du kannst dich nicht zwingen, jemanden sympathisch zu finden.
Vorhin schon angedeutet, aber es kann eigentlich nicht oft genug gesagt werden:

Wenn deine innere Stimme dir sagt: Irgendwie passt es nicht – dann ist es meist auch tatsächlich so.

Coaching ist nah. Da braucht es Vertrauen. Und du darfst, nein in dem Fall solltest du dir dafür jemanden wählen, bei dem du dich sicher fühlst. Ansonsten fehlt schon eine Grundlage für den Erfolg.

5) Transparenz

Seriöse Coaches arbeiten klar: 

Wie läuft es ab? (Zeit, Ort…) 

Was kostet es?

Was ist enthalten? Was nicht? 

Welche Grenzen gibt es (z. B. Abgrenzung zur Therapie)?

Und was ist mit Preisen?

Ein Thema, das viele beschäftigt – und über das ich lieber offen spreche, statt drum herum zu reden:

Ich finde generell: Der Preis allein sagt nichts über Qualität.
Extrem hohe Preise machen niemanden automatisch besser.
Und Angebote und bestimmte Rabatte machen niemanden automatisch unseriös – aber oft steckt dahinter ein Modell, das nicht trägt.

Was ich persönlich kritisch sehe, sind extreme Lockangebote, künstliche Rabatte und „nur heute“-Druck.
Wenn der Preis morgen ein anderer ist, weil er gerade gut verkaufen soll, fühlt sich das für mich nicht nach Vertrauen an.

Ein guter Preis ist: klar, transparent, fair und nachvollziehbar.

Was Coaching für viele Frauen bedeutet

Vielleicht ist das der Punkt, an dem du beim Lesen innerlich nickst oder zumindest spürst: Ja, das kenne ich auch.

Keine Frau wacht aus dem Nichts plötzlich mit dem Satz auf:
„Ich brauche einen Coach.“

Unbewusst kommt immer häufiger ein unbestimmtes Gefühl. Nach und nach werden daraus konkretere Gedanken, die sich mit einschleichen:

„Ich kann es nicht immer allen recht machen, wo bleibe ich dabei?“
„Ich will und kann so nicht immer weitermachen.“
„Ich bin müde vom Funktionieren.“
„Ich weiß, dass ich mich selbst zu lange hinten angestellt habe.“
„Ich möchte Klarheit – und einen Weg, der wirklich zu mir passt.“

Und genau dafür kann Coaching ein starker, ruhiger Anfang sein. Der erste Schritt auf deinem neuen Weg.

Wenn du dir unsicher bist

Wenn du dich gerade fragst, ob ein Coaching für dich passen könnte:
Du musst es nicht sofort wissen.
Du darfst dich orientieren.
Du darfst dir Fragen stellen.
Und du darfst dir Zeit nehmen.

Das hast du dir verdient. Sei es dir wert.

Wenn du dich hier wiedererkennst und dir Begleitung auf deinem Weg wünschst,
findest du hier alle Informationen zur Zusammenarbeit.

Oder wir lernen uns in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch kennen.

Leise Heldin
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